Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike-DM

140820101524 Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike DMMein Bericht zum 3. Lauf der Deutschen Pocketbike-Meisterschaft.

Am 14.08.2010 war es wieder soweit. Nach den ersten beiden Läufen in Ulm & Ettlingen war nun der 3. DM-Lauf (5.und 6. Rennen) an der Reihe, dieses Mal jedoch Samstag. Da ich in den vergangenen Wochen zu der Erkenntnis kam, von der Pace her auf das Podium zu gehören, ging ich mit dem festen Willen an das Rennen ran, hier und am Ende der Saison aufs Podium zu kommen, nichts Anderes!

Nach einer etwas hektischen Woche ging es Freitag nach der Arbeit leider etwas verspätet auf nach Gerolzhofen bei Schweinfurt in Bayern. Abends angekommen nur noch schnell alles aufgebaut, was gegessen, gemütlich mit ein paar Bekannten unterhalten und ab ging es zur Nachtruhe. Dieses mal eher als sonst und seit 1 Woche ohne Bier & Zigaretten, ich bin stolz auf mich. Der Morgen begann gut ausgeschlafen und fit, recht entspannt. Die Strecke gefiel mir auch ganz gut, obwohl ich mich eh über jede Strecke freue wo wir „angeblich so lauten“ Pocketbike- Fahrer fahren dürfen.

Zu Beginn jedoch ein kurzer Schock: Motor wollte nicht, wahrscheinlich nur etwas Kondenswasser im Vergaser, aber kurze Zeit darauf wollte er, so was brauche ich am Morgen icon wink Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike DM … definitiv nicht J. Das erste freie Training verlief ganz gut. Nach 4-5 Runden kam ich gut mit der Strecke zurecht, Übersetzung passte nur noch nicht ganz und der Motor wollte oben rum überhaupt nicht, das ganze Gegenteil wie beim Training der Vorwoche in Freiberg. Trotzdem, Platz 4 von 7, „relativ“ ok. Zwischen den Turns war ich noch fleißig unfreiwillig am Schrauben, Vergaser & Übersetzung abstimmen. Das 1. Qualifying schloss ich mir P4 ab, wollte mich damit aber nicht zufrieden gaben! Das letzte freie Training vor dem 2. Qualy beendete ich mit P3, endlich! Jedoch legte mein Konkurrent nochmals nach und ich beendete das letzte Qualifying auf P4 mit 16 1/1000. Sekunden Rückstand (0,016) auf P3, sch….! Das wollte ich nicht akzeptieren. Ich wollte auf s Podium, egal wie (sportlich icon wink Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike DM ).

Das Fahrwerk lief mittlerweile super, Übersetzung passte, nur irgendwas wollte auf der Motor auf den Geraden noch nicht, bei der Vorbereitung auf das Rennen bemerkten wir dann, dass A: das Ritzel sehr verdächtig und B: daraufhin überprüfend, die Kupplungsglocke im Lager hin und her wanderte … Toll! Aber da hatten wir es. Das Lager war schnell gewechselt, jedoch merkten wir dann, es war wie Glocke selber … In der Hektik vor dem Rennen lieh mir ein guter Kollege aus Duisburg seine komplette Glocke mit Gehäuse und ich konnte damit und neuem Ritzel & neuer Kette beruhigt ins 1. Rennen gehen. Kerze & Sprit wurden sicherheitshalber auch gleich noch mal gewechselt.

Wie ich es schon in den Turns vorher merkte, machte ich mir auf Grund der etwas schleifenden Kupplung fürs Rennen keine guten Start-Hoffnungen. Da ich meine andere Kupplung leider immer noch nicht fand, musste die aber drin bleiben. Wie gedacht, so kam es auch:

Start zum R1 und alle zogen weg, ich als Vorletzter zum 1. Mal über die Ziellinie, aber das sollte sich ändern! Auf der Geraden, war der Speed da und in die Kurven ging ich noch schneller, mit mehr Schwung da die Strecke ordentlich Grip bot. So zog ich in einer 5er-Gruppe Rad an Rad durch die ersten Runden. Nur, ich war schneller, kam aber nicht vorbei, der Vordermann genauso.

Dann kam ein eher unangenehmes Ereignis: Die ersten Beiden der 5er Gruppe wurden nach und nach unsicher und ich dachte mir, bleibst hinten dran, die legen sich gleich weg und danach bist Du vorn. So kam es auch … zumindest, dass sie sich weglegten: Vor einer großen Schikane dachte ich schon: oh hier kracht es gleich, ich geh lieber eher vom Gas und es geschah. Der erste schoss über die sehr hohen Curbs und die Wiese, überschlug sich, das Bike flog durch die Gegend, alle stürzten, ich wollte ausweichen und plötzlich schießt das Bike quer und räumt mich ab! Nach kurzer Flugeinlage und unsanften Landungen, sofort auf, Lenker gerichtet, Bike angeschmissen, rauf aufs Bike und weiter geht’s, keine Gnade wg der Schmerzen.

Jedoch war dies die letzte Runde, Rennabbruch! Es kam die Durchsage: Wertung wie letzte Runde. Das kann nicht wahr sein. Du bist schnell & gut genug fürs Podest und dann so was … that s Racing aber eine Welt fiel zusammen. Als der Kollege wieder beim Schrauben half, wollte ich nochmals unbedingt meine andere Kupplung finden und da war sie, fragt nicht wo icon wink Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike DM . Ich sollte noch anders abstimmten, sagte aber: Nein, Kupplung rein, die funktioniert, basta. Plötzlich kam die Durchsage: Achtung Fahrerlager, das 1. Rennen der Senior A wird neu gestartet. Ich glaubte es kaum. Du bekommst die zweite Chance, die nutzt Du!!!

Während der Einführungsrunde vergrößerte sich mein Grinsen unterm Helm: Danke Kupplung!

Start, Attacke !!!: Von P6 dieses Mal sofort auf P4 vor. Die ersten Runden hinter einem sehr schnellen aber auch leichteren Fahrer verbracht, merkte ich, dass dessen Vergaser nach und nach zickte. Ich legte ihn mir 2 Runden zurecht, zog mich immer mehr ran und nach der Rechtskurve zur Start-Ziel-Geraden … vorbei, yes !!! Nachdem er mir lange in den Kurven  nah am Heck hing, machte ich einen Fehler und schoss über die Wiese, blieb aber vorn. In der nächsten Runde stand er plötzlich neben der Strecke. Ich drehte mich auf der Geraden 2x um und realisierte: Du bist auf P3 bei noch 7 zu fahrenden Runden und hast Platz nach hinten. Schmeiß jetzt nur nicht das Bike weg!! Kurze Zeit darauf kam die Zielflagge und ich konnte es nicht glauben, 1. Rennen auf Platz 3 beendet und alles lief super.

Zum 2. Rennen habe ich nichts mehr geändert, obwohl ich im Nachgang denke, einen Zahn in der Übersetzung hätte runter gehen sollen. Nur noch alles überprüf, jedoch war der Druck jetzt ganz schön hoch.

Start zum zweiten Rennen: Sofort von P4 vor, neben P3 in die erste Kurve und Knie raus, durchboxen, auf P3 und so auch durch die ersten Runde, geniales Gefühl. Allerdings hingen mir hinten noch 2 sehr gute Fahrer im Nacken, irgendwann war es nur noch 1 und das zog sich über fast 5-6 Runden. Irgendwann war dieser aber, als ich schräg rüber schaute plötzlich ca. 150m hinter mir, war wohl weggerutscht und ich hatte somit erstmal Luft. Ich dachte mir aber der kämpft sich wieder ran (wir hatten von früher noch eine Rechnung offen, auf der Strecke) und das tat er bis auf 50m auch und ich feierte meinen Zieleinlauf mit dem zweiten 3. Platz an diesem Tag, Wahnsinn, endlich!!!

Ich beendete also den Renntag mit zwei 3.Plätzen und kam aufs Podest.

Der Tag wurde dann noch aus technischer Sicht ausgewertet und in 3 Wochen beginnt dann die Vorbereitung auf den nächsten Lauf Ende September in Wittgenborn bei Frankfurt wo vor Kurzem auch die Pocketbike- Europameisterschaft stattfand. Es gibt noch Einiges zu Verbessern. Die anderen werden nachziehen und die letzten 2. Läufe in Wittgenborn und im Oktober in Köln auf der Messe werden knüppelhart! Doch mein Ziel steht, ich will am Ende auf dem Podium stehen und zur Jahres-Siegerehrung des DMSB nach Frankfurt und des ADAC-Sachsens nach Zwickau!

In den nächsten Wochen wird nach dem 12h-Rennen noch ein Prüfstand aufgesucht, ich bekomme noch eine Airbox vom Hersteller aus Italien zum Testen, eine andere Auspuffanlage von einem Bekannten und teste diverse Vergaser-Varianten durch um das Leistungsdefizit unten rum zu schließen und den Motor für den recht kurvigen Kurs in Wittgenborn vorzubereiten.

Die lokale Presse war auch vor Ort und verfasste einen schönen Bericht. Bilder sind ebenfalls hier zu finden.

So, das war es erstmal in “Kurzform” icon wink Micha von unserem Team InTeam in der Pocketbike DM und hier noch der Link zu dem Bericht der Mainpost bzw deren Bildern:

http://www.mainpost.de/lokales/schweinfurt/Pocket-Bikes-im-Kampf-um-die-erste-Kurve;art769,5690915

http://www.mainpost.de/_/tools/diaview.html?_CMTREE=119064&_CMBILD=3046611#dia3046611

Viele Grüße

Micha#83

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