Team InTeam 2007
Team InTeam I – Platz 2 – Open Class mit Rieju Spike 50X
Crewchef: Mario Gerbet Fahrer: Ralf, Patrik, Daniel
Team InTeam II – Platz 3 – Tuning Class mit Simson S51
Crewchef: Sascha Meier Fahrer: Wu, Marco, Brötchen
Schrauber: Thomasch, Franco, Pierre
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11 Stunden-11 Minuten-11 Sekunden – spannender gings nicht:
Team I Open Class: nach 465 Runden mit nur 23.863 Sek. Rückstand auf Platz 2
Team II Tuning Class: nach 417 Runden mit nur 34.446 Rückstand auf Platz 3
An den Riesenerfolg für unser TeamInTeam beim 800-Minuten-Rennen im letzten Jahr wollten wir natürlich 2007 anknüpfen.
Diesmal sind wir in zwei Klassen gestartet: Die RIEJU SPIKE X50 in der OPEN-CLASS und die SIMSON S51 in der TUNING-CLASS.
Wir wussten, mit dem nur Spaßrennen vom letzten Jahr hatte die 2007er Auflage des sachsenbike.de-Rennens nicht mehr viel zu tun. In der Tuning- und Open-Class wurden beachtlich gepimmte Moppetten an den Start gerollt. Auch wir hatten nachgerüstet und fleißig trainiert. Beide Moppeds kamen auch ins Ziel und hatten ein spannendes Rennen:
Rennbericht Team InTeam I – Rieju Spike X50:
Früh wurde nur eine Stunde trainiert, deshalb wusste keiner wie schnell die anderen waren, deshalb war Strategie und Buchführung von Anfang an wichtig. Und siehe da, mindestens die zweite Rieju, die Hubraumastronauten und eben die Honda NSR50 waren mit schnell unterwegs. Zum einrollen haben wir unseren sichersten Fahrer Ralli auf die Strecke geschickt. Wo die Fronten nach 90 Minuten klar waren fuhr Gonzo raus um die Gesamtführung zu erobern, was auch gelang. Ab ca. 10.30 Uhr waren wir vom Platz an der Sonne, bis auf kurze wechselbedingte Situationen, nicht mehr zu verdrängen. ABER unser Vorsprung betrug immer nur eine bis zwei Minuten. Bei einem Langstreckenrennen ist das garnichts! Mit dem Zweitaktgeschwader Pöhlau II setzten wir uns deutlich ab. Die S.H.T.-Rieju (am Ende 17 Runden Rückstand) konnte nicht mehr folgen, obwohl die Jungs auch gut gefahren sind. Ich weiß nicht ob es da Probleme gab, denn wir mussten uns auf die sauschnelle Honda konzentrieren. Ralli hatte um 14.30 Uhr einen unverschuldeten Sturz, welcher zufällig gefilmt wurde. Hier verloren wir dann auch, die im nachhinein so wichtigen Sekunden. Das Video (Die Rieju ist das Mopped, welches als letztes in den Massenchrash fährt). Der Unfall war hinter einer blinden Kurve! Habt Ihr da rechtzeitig einen engagierten Streckenposten gesehen? Nee, der hat wohl gepennt, scheiße!
Das Finale: 16.10 Uhr fuhr Gonzo raus und versprach ordentlich Gas zu geben, was er 2 Stunden und 55 Minuten lang mit guten Rundenzeiten machte. Das Zweitaktgeschwader Pöhlau II wechselte um 16.20 Uhr. Sie machten ihren riesigen Tank auch randvoll. Um 18.30 Uhr blufften sie und wir einen kurz bevorstehen Boxenstopp vor, aber keiner kam rein. 19.05 Uhr waren wir der Meinung, dass der Sprit im 8,4 Liter Tank der Rieju doch knapp werden könnte und unser schnellster Fahrer Daniel, das Ding nach einem letzten Wechsel sicher nach Hause bringen kann. Der Vorsprung hat sichere 2,04 Minuten betragen, so dass wir mit etwa 20 Sekunden Vorteil wieder auf die Strecke gekommen wären. Der Teamchef war gerade mit der “Noch 1 Runde-Tafel” an die Strecke gelaufen, da bekam er vom vorbeirasenden Team II angezeigt, dass etwas mit der Team I -Rieju nicht stimmt . Sturz, technischer Schaden…? Hektik!!! Ein Schrauber rannte los, die Sekunden vergingen wie Stunden. Nach ca. zweieinhalb Minuten kam unser Fahrer mit Benzinmangel an die Box. Tanken, tanken aber um Zeit zu sparen nicht mehr ganz voll. Super-Daniel kam mit über 2 Minuten Rückstand auf die Honda und ca. ´ner Dreiviertelstunde Restrenndauer zurück auf die Piste. Er kämpfte, aber die Honda bekam angezeigt, dass sie puschen muss. Unsere Rieju flog bis auf 23,863 Sekunden ran, dann kam um 20.00 Uhr die Zielflagge und der Hammer: Die Honda war im letzten Turn 3 Stunden und 40 Minuten mit einer Tankfüllung und natürlich einem Fahrer (!) unterwegs. Sie fuhren die Auslaufrunde und machten an der Boxeneinfahrt einen wilden Burnout und dabei ging ihr der Sprit aus, der Tank war bis auf den letzten Tropfen leer! Eine kämpferisch und taktische Meisterleistung, deshalb freuen wir uns ehrlich mit dem Zweitaktgeschwader Pöhlau II. Dieses Rennen hat uns als Team InTeam I sogar noch vielmehr Spaß gemacht als letztes Jahr, wo wir mit der damaligen technischen Überlegenheit soweit vornewegplautzten! Wir hoffen, dass in der Open Class noch mehr Teams zusammenrücken.
Rennbericht Tean InTeam II – Simson S51:
Alle Teammitglieder haben bereits geahnt, dass dieses Rennen nicht gerade so „einfach“ wie das im Vorjahr werden würde. Beim 800-Minutenrenen 2006 haben wir vom Team II es ja trotz der gleichen Fahrzeugbasis (S51) wie viele andere Teams, es ja geschafft 33 Runden Vorsprung rauszufahren, jedenfalls bis die Probleme anfingen. Ca. 2 Stunden vor Rennende kam da Uwe in die Box geschoben mit den Worten „ich glaub da fehlt der Sprit“. Komisch wir hatten doch erst getankt, nach kurzer Untersuchung stellten wir dann fest, dass irgendwas mit dem Vergaser nicht stimmen muss. Also schnellstens den Vergaser raus und einen anderen rein, ankicken und los ging’s wieder. Nach einem kurzen Blick auf den Laptop wussten wir auch, dass wir weiter hinter dem Team I waren und der Dritte nur noch 18 runden hinter uns. So nun wurde gehofft und wir waren guter Dinge, dass wir keine Probleme mehr bekommen, dachten wir. Woran keiner gedacht hatte, ist dass durch den kaputten Vergaser der Schmierfilm am Kolben abgerissen war. Nach einer Stunde Bestzeiten haschen ging es dann los, 3 Kolbenklemmer in einer Runde. Puh Glück gehabt, Klemmer in der Kurve mit stehenden Hinterrad und nicht weggeworfen das Teil. Diesmal ging der Motor aber nicht mehr an, also in die Box schieben. Nach kurzem schauen kippten wir Öl in das Kerzengewinde, schraubten wir ne neue Kerze rein und auch noch etwas Öl in den Tank. Anschieben und hoffen hieß es, brabbel, töll töff und los ging’s wieder. Der Motor hatte zwar nicht mehr viel Leistung aber er lief. Also Basti drauf und raus. Soweit alles gut, leider ging’s weiter mit den Klemmern, vier Stück an der Zahl. Unsere Strategen diskutierten mit den Schraubern was wir machen. Wir wollten ja schließlich irgendwie übers Ziel fahren und etwas Vorsprung hatten wir auch noch. Basti schaute dann nicht schlecht als er wenige Runden vor Schluss das Boxen-Schild gezeigt bekam, er kam rein und wusste nicht wieso. Woher denn auch. Wir hatten uns gedacht lieber den Motor kühlen und hoffen das er wieder angeht als kurz vorm Ziel liegenzubleiben. Also Motor aus, alles mit Druckluft kühlen und hoffen das er wieder angeht. Unsere Strategen schauten an der Strecke nach den Verfolgern und riefen dann nur noch RAUS…RAUS. Also anschieben und … ging an, toll, Fahrer drauf und raus. Die umliegenden Teams und unsere Leute jubelten dem anschiebenden Schrauber zu und feierten mit ihm wo das Mopped langsam wieder rausfuhr. Das war Spannung pur, der zweite Platz war knapp gerettet!
Sowas blieb uns ja dieses Jahr zum Glück erspart, halt nur vorm Rennen war Stress:
Aber mit so einer extremen Steigerung der anderen Teams haben wir alle nicht gerechnet. Daher auch herzlichen Glückwunsch an alle Konkurrenten für diese guten Bauleistungen an ihren Fahrzeugen! Am Abend vor dem Rennen gab es ein sehr lustiges aber auch Verletzungsgefährdendes Qualifying, wo so manche Teams einen Abflug gemacht hatten. Sogar Team II hatte eine schnellere Zeit als Team I hingelegt.
Nun zum Renntag: Nach einem Sturz im extrem kurzen Training (60 Minuten) hatten unsere Schrauber Pierre und Markus alle Hände voll zu schrauben, da der Vergaser nicht so wollte wie wir, Abstimmungsprobleme. Kurz vor dem Start standen die Grid-Girls (Vivien und Mariana) und der Ersatzfahrer Uwe auf dem Startplatz und was war, das Mopped mit der Nummer 4 sowie die Fahrer und Schrauber fehlten. Nach der Durchsage „5 Minuten bis zum Start“ kam zum Glück endlich die Simson mit dem ersten Fahrer Wu zur Startaufstellung. Nun wurde es ernst, klappt der Start, hält der Motor und passieren Unfälle, keiner wusste es, aber wir haben nur das Beste gehofft, trotz des schlechten Wetters und der nassen Fahrbahn. Nach einem sensationellen und sehr schnellen Start, war in der dritten Runde auch der erste Sturz passiert. Aufstehen und weiterfahren war angesagt, also auch mit Kratzern am Mopped, sowie einer sehr schmerzenden Schulter. Nach nur 17 Runden haben die Schmerzen solche Probleme bereitet, dass ein Wechsel auf dem Programm stand. Also sprang unser jüngster Fahrer Stefan (Brötchen) aufs Mopped, und seine Devise war „fahren und Zeit gutmachen“. Nachdem auch Brötchen seinen ersten Turn absolviert hatte, stieg Fahrer Nummer 3, Marco Melandri auf das „Flammenmobil“. Mittags kam dann unser Masseur, der bei Schmerzen, Verspannungen und Kraftverlust die Fahrer je nach Bedarf richtig gequält hat. Aber wie wir wissen, wenn’s helfen soll, dann muss es nun mal etwas schmerzen. Hier konnten wir auch davon profitieren das er früher Motocross und Freestyle MX gefahren ist, er weiß also um was es geht. Hiermit auch noch mal ein Dankeschön an unseren Masseur Pitti (Peter Jülich)! Nach mehreren Fahrerwechseln und im gesamten Team 3 Rennstürzen, hatte Brötchen die Ehre das Rennen nach Hause zu fahren und die schwarz-weiß-schwenkende Flagge ganz nah zu sehen. Jetzt weiß er auch endlich mal wie sich seinen Vater (Klaus Schönfeld / Deutscher MZ-Cup Meister 04, 05, 06, 07) beim siegen fühlt. Also hieß es nur noch „Arme hochreißen und JUBELN“! Was für ein spannendes und knappes Rennen. Nach der technischen Abnahme stand dann endlich fest, dass alle im Reglement geforderten Kriterien von allen Teams erfüllt waren und der 3. Platz stand fest. Alle Teammitglieder freuten sich, aber die Fahrer ärgerten sich auch kurz über die 34,446 sek. Rückstand auf Platz 2. Unsere Devise lautet: „Beim nächsten mal greifen wir wieder mit viel Spaß verbunden an“!
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