Team InTeam I – Platz 1 – Tuning Class mit Rieju Spike 50X
Crewchef: Mario Gerbet Fahrer: Ralf, Patrik, Daniel
Team InTeam II – Platz 2 – Tuning Class mit Simson S51
Crewchef: Sascha Meier Fahrer: Wu, Basti, Uwe
Schrauber: Thomasch, Reni, Pierre
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Ein Dreamteam is born!
Das Motorradhaus Dresden und der Sascha-Shop Dresden meldeten sich mit zwei Teams an, eben “Team InTeam”.
Seit Wochen wurde für einen Doppelsieg trainiert und die Gridgirls getestet. Mit Erfolg!
Die Erfolgsstory
Als vor Monaten die Ausschreibung zu diesem Langstreckenrennen rauskam wollten wir sofort mitmachen. Seit dem Winter trainiert ja ein Freundeskreis, auch die Teamchefs Mario und Sascha, jede Woche auf einer Kartbahn das Supermotofahren. So wurde diese Idee dort geboren. Das Motorradhaus Dresden hat mit eigenem Team RacePool schon mehrfach Langstrecken-WM-Rennen bestritten und ging deshalb mit einem gewissen Ergeiz an die Planung. Das erwartete man allerdings auch von anderen Händlerkollegen, aber keiner war dabei. Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht und das kann man so auch mal zeigen. Aber neben dem Spass sollte natürlich der Erfolg her und so ging die Suche nach den geeigneten Fahrzeugen, Fahrern, Schraubern und Gridgirls los. Bei der Marke RIEJU fanden wir bald die geeignete Fahrmaschine und bei ebay für ganz kleines Geld eine schrottige S SIMSON S51. Von der komplett restaurierten SIMSON bis hin zur supermodernen RIEJU wollten wir unser Können beweisen. Nun wurde aufgebaut und getestet. Die RIEJU wurde von der deutschen Langweilerversion mit 1,32 kw Höchstleistung auf knappe 8 kw getunt. Das Fahrwerk wurde neu abgestimmt und die Übersetzung optimiert. Die SIMSON unterzog man einer Generalüberholung. Was Schrauber Pierre da an den Start stellte war beachtlich schön und technisch einwandfrei. Dies entging unserem Gast Henri Schleßiger vom K-Wagenteam-Pappritz nicht, der lud Pierre gleich zum nächsten Rennen in seinem 50ccm-Spezial-K-Wagen (14PS bei 15.500 U/Min) ein. Das Freitagstraining gestaltete sich Problemfrei, letzte Strategien wurden besprochen. Das Zeittraining mit dem witzigen “Igelmobil” haben beide Teams etwas verrissen, da wir zuviel lachen mussten. Die Fahrer schickten wir gleich danach nach Hause um vorzuschlafen und der Rest des Teams feierte noch bis in die früh. Am Rennsamstag standen fast alle um 6.30 Uhr munter an der Box. Nur die Gridgirls brauchten wegen des Schminkens etwas länger, aber dafür sahen sie dann hammergeil aus. Aber Sex während des Rennens war im Team-InTeam tabu, obwohl wir einen Wohnwagen mithatten, da sollten sich die Fahrer ausruhen können. In der Startaufstellung gaben wir zum erstenmal alles. Mopped mit Reifenwärmern und Mario spielte mit dem Laptop an der RIEJU noch eine scharfe Zündkurve ein
Gesäumt wurde das Ganze von den Teamgirls. Spektakulär war der LeMans-Start bei dem die Fahrer einen Stiefel und die Handschuhe ans Mopped legen mussten und nach dem Startschuss erst einmal anziehen mussten. Jetzt gings scharf! Nach zwei Stunden belegte Team I Platz 1 und Team II Platz 9. Viele Fahrer waren noch mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs, was sich später etwas entspannte, da sich alle aufeinander eingeschossen hatten. In stetiger Gleichmäßigkeit, immer der angewiesenen Taktik folgend, fuhren die Fahrer von Team I einem ungefährdeten Start/Zielsieg entgegen. Über den Laptimer konnten die vorgegebenen Rundenzeiten vom Fahrer kontrolliert werden. Die Boxenstopps klappten hervorragend. Wie gesagt, die Mannschaft in der Box hat WM Erfahrung. Bei Team II ging, mit wesentlich weniger Aufwand, bis ca. eine Stunde vor Schluß auch alles klar. Nach dem Start auf Gesamtplatz 9 vom 35 Teams hatten sie aber kämpfen müssen. Eine ausgeklügelte Boxenstrategie und großer, aber fairer Einsatz auf der Strecke ließ sie nach etwa 6 von 13 Stunden und 20 Minuten auf Platz 2 erscheinen, Weltklasse. Team-InTeam in Doppelführung mit RIEJU und SIMSON! Bis über 30 Runden wuchs der Vorsprung bis eine Stunde vor Rennende an, doch dann begannen schwere technische Probleme. Der Fahrer kam reingeschoben, der Motor war aus. Die Teamtaktiker errechneten noch mindestens eine halbe Stunde notwendige Fahrzeit, um den 2. Platz zu halten, aber der Motor sprang nicht mehr an! Nach einem Vergaserwechsel töffte er schwerröchelnd wieder. Doch unter Volllast ging er wenige Runden später fest. AUS!?? Was macht die Zeit? Nach der ersten Reparatur waren nur noch 18 Runden vom Vorsprung übrig, das reichte nicht. Der Motor sprangen später wieder an, lief aber sehr zäh. 12 Runden lag Team II noch vor dem Dritten. Die Taktiker rechneten wieder, während der Vorsprung durch die zwingend notwendige verhaltene Fahrweise weiter drastisch schmolz. Der Fahrer war verwundert als es 9 Minuten vor Schluß das BOX – Schild bekam. Die SIMSON kam rein, der Motor wurde sofort ausgemacht und der Zylinder mit Pressluft gekühlt. Alle Team-InTeam Leute waren starr vor Spannung, wird der Motor wieder anspringen? 3 langsame Runden muß er noch halten. Abbocken, anschieben und töff, töff, töff, blabber, sabbel… oh Gott! Nur langsam, knapp 4 Minuten war noch Zeit und wir schleppten uns mit noch 3 gefahrenen Runden ins Ziel. Das machte den Endstand von 3 Runden Vorsprung vor Platz 3 aus. Freudentränen flossen bei einigen! Auf der Zielgeraden steppte der Bär. Alle Teams feierten ihre “Finisher” überschwenglich. Burnouts , Feuerwerk, sogar Moppeds flogen durch die Luft, ein cooles Spektakel! Ein letztes mal spannend wurde es zur technischen Nachkontrolle. Unser Team I hatte 60 Runden Vorsprung und bei Team II waren es ja auch zwischenzeitlich über 30 Runden auf den Rest der Starter. Es wurde gemunkelt dass wir logisch zuviel Hubraum haben mußten. Aber Pustekuchen, natürlich alles Regelkonform! Auf dem Showtruck wurde zur Siegerehrung gebeten. Die Sachsenbiker hatten richtig schöne Pokale gebastelt… eine ganz große 800 ist drauf. Es ist ein schönes Andenken an ein herrliches Spassrennereignis im Rahmen des Dresdner Stadtjubiläums und wir freuen uns, mit dem Doppelsieg, einen würdigen Beitrag geleistet zu haben. Dann warfen wir den Grill an und feierten, bis der Regen einsetzte. Jetzt begriffen wir auch das Wetterglück. Dieses Ereignis werden wir so schnell nicht vergessen. Danke allen Fans und Sponsoren und auch dem ORG-Team von Sachsenbike für diese geile Idee.
Zur Rückschau des Veranstalters gehts beim klick auf das untere Banner:
